Aus den Innungen

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    125 Jahre Maler- und Lackiererinnung Barnim

    Die Geschichte des Malerhandwerks beginnt bei naiver Höhlenmalerei, geht über die Klassiker Rembrandt und van Gogh bis hinzur „Moderne“ mit Picasso und Cesan.

    Aber alle kennen die klassische Frage: „Wer war zuerst da? Das Ei oder das Huhn?“ Hier und heute soll aber der seit mehr als 1000 Jahren schwelende Streit zwischen Malern vormals Schilderern und Schmieden entschieden werden, nämlich wer von beiden das älteste Handwerk sei. Schlussendlich kann es im Gegensatz zu Ei und Huhn nur einen Gewinner geben. Die Schmiede…sind es jedenfalls nicht!

    Lange vor den metallhandwerklichen Werkzeugen legten Maler Zeugnisse der Geschichte ab. In der handwerksgeschichtlichen Entwicklung waren es anfänglich die Höhlenmaler. Aber auch in der ägyptischen und griechischen Kulturstufe wurden die Wände schon farbig gestaltet. Im Mittelalter bemalte man besonders Schilder als Stammessymbol. Jeder der germanischen Volksstämme hatte besonders bemalte Schilder. Die Leute, die diese Arbeiten ausführten, wurden „Schilderer“ genannt. Die Schilderer sind also die Vorfahren der heutigen Maler und Lackierer. In vielen anderen Ländern der Welt gibt es auch heute noch nicht den Maler. So heißt er noch heute in Österreich „Schilderer“ und in England „Stoner“. Und somit ist wohl der jahrtausend alte Streit entschieden, die Maler haben das Rennen, wenn auch knapp, gewonnen.

    An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass auch andere Handwerke den Malern das Rennen streitig machen wollten. Die legendären Viergewerke Bäcker, Knochenhauer, Weber und Schuhmacher erheben ebenfalls oft den Anspruch darauf, die ältesten Handwerke zu sein. Gestützt wird deren These durch die Nennung in vielen Stadtgründungsurkunden.

    Aber, und darüber sind die Maler sich einig: Auch diese Handwerke sind chancenlos gegen das Malerhandwerk.

    Vor fünf Jahren, im November 2005, fusionierten im Rahmen des 120-jährigen Jubiläums die Maler-Innung Eberswalde und die Malerinnung Bernau zur gemeinsamen Innung des Maler- und Lackiererhandwerks Barnim. Zur Innung zählen mittlerweile 27 Innungsmitglieder incl. Gäste.

    Obermeister Uwe Manke
    Obermeister Uwe Manke

    Auf der Innungsversammlung am 27.10.2010 wurde Uwe Manke, Malermeister aus Bernau, in seinem Amt als Obermeister bestätigt, Thomas Wartenberg, Autolackierer aus Klosterfelde, wurde zu seinem Stellvertreter gewählt. Weitere Mitglieder im Vorstand sind Thomas Spielberg aus Bernau und Jürgen Lutat aus Schwanebeck.

    Und was wäre unser heutiges Leben ohne das Handwerk? Diese Frage beantwortet die seit Anfang des Jahres laufende Imagekampagne im Handwerk. Ziel dieser Kommunikationsoffensive ist es, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks zu verdeutlichen und insbesondere Jugendliche für eine Ausbildung dort zu begeistern, denn das Handwerk braucht junge motivierte Fachkräfte.

    Was wäre unser Leben ohne das Maler- und Lackiererhandwerk? Alles weiß, schwarz, grau? Eine Horror-Vision. Zum Glück gibt´s Farbe und den Maler und Lackierer, der damit umgehen kann. Gute Maler und Lackierer haben die Farben im Griff, die richtige Einstellung, Pinsel, Rollen und Tapeten, viele Ideen und eine Menge Gefühl für alles, was bunt, uni und gestalterisch schick werden soll. Von der Fassade über das Designer Loft, den Altbau oder die Einkaufspassage, immer wenn es Decken und Wände dringend nötig haben, sind Maler und Lackierer am Werk. Sie kennen sich mit verschiedenen Maltechniken aus, wissen wie man Untergründe vorbereitet und schützt, kommen gut mit Kunden und Kollegen klar und entscheiden sich bereits während der Ausbildung für eine der folgenden Fachrichtungen: Gestaltung und

    Der Malerberuf hat Zukunft: Gesellen im Maler- und Lackiererhandwerk können auch als Vorarbeiter tätig sein. Viele legen später ihre Meisterprüfung ab. Für Karrieretypen ist sogar ein Bachelor-Studium drin. Oder du wirst Techniker bzw. Restaurator im Malerhandwerk - rosige Aussichten also.

    Mehr Infos über das Maler- und Lackiererhandwer der Region bekommen Sie hier: www.kh-barnim.de




     
     
     
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